Srebrenica 1995.

Srebrenica – ein Trauma ohne Ende

Srebrenica war 1995 ein kleines Städtchen im Osten Bosniens, 5.800 Einwohner und ca. 35.000 Flüchtlinge. Im Juli 1995 kam es zum Massaker von Srebrenica.

Nach offiziellen Schätzungen wurden dabei 8000 Jungen und Männer (zwischen 12 und 70 Jahren) ermordet. Verübt wurde das Massaker unter der Führung von Ratko Mladić von der Armee der Republika Srpska (Vojska Republike Srpske, VRS), der Polizei und serbischen Paramilitärs. Es zog sich über mehrere Tage hin.

Das Massaker von Srebrenica gilt als das schlimmste in Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. UNO und Internationaler Gerichtshof haben es als Völkermord bzw. Genozid klassifiziert.


Srebrenica 2007.

Weihnachten in Srebrenica?
  • Der Krieg ist 2007 vorbei. Die Wunden bleiben. Die ersten Flüchtlinge sind 2000 zurückgekehrt. Meist Frauen und Kinder. Fast alle Frauen sind alleinerziehend. Sie sind schwer traumatisiert – sie wurden von ihren Männern gewaltsam getrennt, sie mussten als Flüchtlinge sich und ihre Kinder über die Runden bringen, sie mussten verkraften, endgültig zu erfahren, dass sie ihre ganze Familie verloren haben (es gibt Frauen, die mehrere Söhne, Ehemann, Bruder und alle männliche Verwandten verloren haben), sie mussten jahrelang Massengräber besuchen, um die Überreste ihrer Familie zu identifizieren. Und sie mussten ohne Geld und Familie versuchen, das zerstörte Zuhause irgendwie wieder aufzubauen. Immer mit der Angst, der Juli 1995 könnte wieder geschehen…